Brut- und Setzzeit

Am 01. April beginnt bei uns in Niedersachsen wieder die Brut- und Setzzeit. Die Zeiten unterscheiden sich im übrigen voneinander, so beginnt in Bremen die Schutzzeit bereits am 15. März des Jahres.

Angeleint in Feld und Flur

Angeleint in Feld und Flur

Zu dieser Zeit gehen die Diskussionen über den Sinn- und Zweck, sowie über die Möglichkeiten der Hundehalter pünktlich wieder los und ufern teilweise extrem aus. Ich an dieser Stelle glaube, das viele Hundehalter den Sinn dieser Schutzzeit noch nicht verstanden haben – mit Aussagen, mein Hund jagd nicht und ist abrufbar, meinen manche, diese Leinenpflicht umgehen zu können. Doch betrachten wir uns das alles mal genauer, so wird deutlich das die Brut- und Setzzeit darum nicht gehen kann – denn die Zeiten, wann ein Hund nicht jagen darf sind vom 1. Januar bis einschließlich 31. Dezember. Ein Hund darf bei uns in Deutschland im ganzen Jahr nicht jagen. Würde es in der Brut- und Setzzeit also darum gehen, wäre diese Schutzzeit doppelt und unsinnig.

VDH_Pressemitteilung_05.2012

In der Brut und Setzzeit geht es um die Nachkommenschaft der Wildtiere und deren Aufzucht. Viele Vögel bei uns im Norden sind Bodenbrüter, sie suchen sich – meist in Randgewässerlage – ein schönes Plätzchen und bauen dort ihr Nest. Wenn ein Hund nun gemütlich trottend dahin läuft und schnuppert (noch kein jagen in Sicht) verlassen manche Elterntiere das Nest und lassen die Eier ungeschützt zurück. Da die Vögel oftmals längere Zeit brauchen um zurück zu kommen, kühlen die Eier extrem aus und die Nachkommenschaft ist zerstört.
Andere Wildtiere nehmen Ihre Jungen nicht mehr an, wenn diese nach anderen Tieren riechen – ein Rehkitz könnte mit dem Geruch eines Hundes an sich somit jämmerlich verhungern.

Wie verhalte ich mich nun aber richtig?

Nach dem Gesetz ist es richtig den Hund im Gebiet des Waldes und der Wiesen an die „kurze“ Leine zu nehmen, der Hundehalter muss Rücksicht auf die Wildtiere nehmen. Doch wer nimmt Rücksicht auf unsere Hunde? Diese haben ebenfalls das Recht auf Rücksichtsnahme und dazu gehört Bewegung.

(Tierschutz)

Wie kann ich also Rücksicht nehmen und trotzdem meinem Hund gerecht werden?

Wir versuchen genau dies – Rücksicht ohne dies auf dem Rücken unserer Hunde auszutragen. Bei einem Spaziergang in einem fremden Gebiet wird der Hund an die relativ kurze Leine genommen um ihm die Möglichkeit, Tiere aufzuschrecken durch seine Anwesenheit, zu nehmen. Wir laufen in dieser Zeit größtensteils bekannte Strecken. Bei uns in der Nähe auf der Wiese wird ein Bereich abgelaufen – ist dieser frei von Bodenbrütern dürfen sich unsere Hunde an der Laufleine frei bewegen. Wir schränken so den Raum ein, nicht jedoch die Bewegung. Auch sind wir viel am Kanal mit dem Fahrrad unterwegs und auch hier gibt es Stellen wo Wildtiere nicht brüten weil andere Sachen ihre Ruhe stören würden.
Der Huntsteert wird im Frühsommer von uns auch öfter besucht, hier können die Hunde ohne Leine schnuppern und Toben.
Als letztes bleibt uns unser kleiner Garten.

Ich wünschte mir von unseren Gesetzesgebern mehr Rücksichtsnahme für unsere Haustiere. Ein Hundefreilauf Gebiet in Wilhelmshaven ist schon lange überfällig – da die Stadt im Bezug auf Leinenpflicht einer Extremen angehört.
Möglichkeiten und Raum ist genug vorhanden – aber anstatt die Hundehalter zu unterstützen wird die Hundesteuer angehoben – jedoch kein Ausgleich dafür geschaffen. Eine Hundefreilauffläche würde sowohl von heimischen Hundehaltern, wie auch von Besuchern der Stadt genutzt werden – es würde das Stadtbild heben und den Urlaubspunkt Wilhelmshaven attraktiver machen. Schortens hat es mit dem Huntsteert vor gemacht, so kann es funktionieren. Das Freilaufgebiet in Schortens wird von einer Interessengemeinschaft geführt.

Wie seht Ihr das und was bedeutet für Euch, sowohl Hundehaltern und auch Nichthundehaltern die Brut- und Setzzeit? Wie geht Ihr damit um in dieser Zeit?

Der Huskymensch

Der gemeine Huskymensch – Homo Sapiens Huskyleinicus.

Vielleicht läuft er Ihnen mal über den Weg, irgendwo, inmitten einer hochbewachsenen Wiese beispielsweise. Plötzlich taucht er auf, dieser eigenartige Zweibeiner. Zumeist in starker Rückwärtslage und gleichzeitig extrem nach vorn und schräg abwärts gestreckten Armen. Auf abschüssigem Gelände wirkt dieser Anblick besonders bizarr!
Er bewegt sich viel zu schnell, zumindest für einen Spaziergänger. Ein Jogger in dieser Haltung? Seltsam. – Das hohe Gras lässt Sie nicht erkennen, was ihn wohl antreibt. Bleiben Sie einen Moment ganz ruhig stehen und passen Sie gut auf, denn der Spuk ist gleich wieder vorbei. Nur noch wenige Meter trennen Sie von Ihrer ersten leibhaftigen Begegnung mit einem der seltenen Exemplare des Homo Sapiens Huskyleinicus – kurz HSH.

Ach, das sind aber mal süße Hunde!

Noch bevor Sie diesen wirklich drolligen Satz zu Ende gesprochen haben, ist Ihre eben erst begonnene Konversation auch schon wieder zu Ende. Aus der Ferne hören Sie gerade noch: „Ja, ich weiß“, oder etwas ähnliches. Diese doch recht ungewöhnliche Abart des unbepelzten Zweibeiners tritt immer in Gemeinschaft mit einem oder mehreren dieser „süßen Hunde“ auf, die in der Kynologie unter dem Namen Sibirischer Husky bekannt sind. Und immer wird eine solche Begegnung für sie völlig überraschend kommen. Das liegt an dem enormen Tempo, welches dieser Symbiose zu eigen ist.

Treffen Sie auf das Ganze in Verbindung mit einem Wagen oder Schlitten, der sich höllisch rasch auf Sie zubewegt, so zögern Sie bitte keine Sekunde. Stehen Sie nicht so rum! Aus dem Weg mit Ihnen!

Springen Sie zur Seite, in den Graben, auf einen Baum !

Jetzt und sofort. Der HSH ist zwar „the leader of the pack“ – theoretisch – auf die vorgegebene Geschwindigkeit und die genaue Richtung hat er in der Praxis jedoch nur bedingt Einfluss. Husch, husch – zurück auf die Bäume also!

Was genau ist dieser Homo Sapiens Huskyleinicus? Wie ist ein Huskymensch? Was unterscheidet ihn von anderen Menschen?
Nun, eigentlich ist er ganz gewöhnlich, so wie du und ich, oberflächlich betrachtet. Er verdient sein Geld mit einem ganz gewöhnlichen Job, fährt ein ganz gewöhnliches Auto, führt ein ganz gewöhnliches Leben … Theoretisch!

Der typische HSH hat ein sehr strapazierfähiges Nervenkostüm und verfügt über ein besonders ausgeprägtes Improvisationstalent. Er ist unglaublich tolerant und extrem geduldig, lebt für seine Hunde und liebt seine Familie, weil sie extrem tolerant und unglaublich geduldig ist. Er ist fast ständig unterwegs und Sie können Ihren Huskyfreund eigentlich nur via Handy erreichen. Theoretisch!

Rufen Sie ausschließlich in dringenden Notfällen an !!

Ein HSH, im Gespann mit den Huskys – das bedeutet Vollgas, höchste Konzentration! Das Handy kann nur unter akuter Lebensgefahr bedient werden. Er hat auch so schon alle Hände voll zu tun. Also, verkneifen Sie sich den Anruf, wenn es nicht wirklich wichtig ist!

Ein rundum zufriedener HSH lebt in einem Familienverband, dessen einzelne Mitglieder ebenso durch das Husky – Virus infiziert sind. Das ist eher die Regel, als die Ausnahme, denn dieses Virus ist hochansteckend und setzt sich schon nach kurzer Zeit im Cortex des Menschen fest. Es erzeugt den unbändigen Wunsch nach immer noch mehr Huskys.

Huskymenschen haben eine, gegenüber der Norm, stark verschobene Werteskala. Karrieredenken war vorgestern, Edelklamotten landen im Altkleidersack, so geht es auch den Highheels vom letzten Sommer, und Flugreisen entbehren jeglicher Attraktion, außer es handelt sich um einen Flug nach Alaska. Outdoorshops werden stark frequentiert, der Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit nimmt dramatische Formen an.

Unterhaltungen oder Diskussionen mit einem HSH enden unweigerlich bei den Huskys, egal welches Thema der Ausgangspunkt gewesen sein mag. Selbst von der Nahostkrise oder Ihren durchaus schwerwiegenden Eheproblemen wird Sie ein Husky – verrückter Gesprächspartner freundlich, aber bestimmt abzulenken wissen. Urplötzlich geht es doch wieder um die wirklich relevanten Dinge, die das Leben eben ausmachen. Beispielsweise um den letzten Ausflug, der im Graben endete, die verletzte Pfote eines Hundes, den gerade anstehenden Fellwechsel…

Die alten Freunde von früher, also im Jahre X v. H.( vor Husky ), wenden sich mehr und mehr ab, denn der HSH hat, entgegen alter Gewohnheiten, keinen Sinn mehr für Abende in rauchgeschwängerten Kneipen und dröhnenden Discos. Er (oder sie) verbringt das Wenige an freier Zeit lieber im Garten oder auf dem Balkon.

Der HSH widmet seinen Hunden mehr Zeit, als jeder andere Hundehalter.

Er ist länger mit ihnen im Freien, bedingt durch das ungeheure Laufbedürfnis dieser Spezies. Er redet mehr mit ihnen – allein schon, weil sie dermaßen stur sein können. Und, wundern Sie sich nicht, er spricht in vollständigen Sätzen, die sind bei einem Husky durchaus angebracht, schließlich handelt es sich um ein logisch denkendes Lebewesen! Er kann sich eigentlich leicht vorstellen, nichts anderes mehr zu tun, als nur noch zu leben – im Verbund mit den Huskys selbstverständlich. Und das Bedürfnis nach lärmfreien Zonen, menschenleeren Landschaften, windgepeitschten Ebenen wird von Tag zu Tag stärker.

Und nichts ist mehr so, wie es war.

Copyright:Husky Network

Barfen

Ich möchte hier nicht auf das Für- und Wider spezieller Futtersorten oder -methoden eingehen, sondern einfach einiges zu dem Thema barfen sammeln, damit andere sich ein vorurteilsfreies Bild davon machen können. Es gibt hier, wie zu vielen anderen Sachen eben auch, unterschiedliche Meinungen und auch sehr verschiedene Herangehensweisen 🙂

Barfen – das ist die Methode der Ernährung des Hundes/Katze, eben für fleischfressende Haustiere. Als Maßstab galten hier hauptsächlich der Wolf und die Wildhunde.

Der Barf besteht ausschließlich aus rohem Fleisch, Gemüse und/oder Knochen und die Zusammenstellung des Futters lag eine ganze Weile beim Tierhalter. Inzwischen erhält man Barf auch als „fertige“ Mischung, so haben es die Tierhalter wesentlich einfacher.

Wenn ihr mehr über die Entstehung dieser Fütterungsweise erfahren wollt, googelt mal nach der Kanadierin Debbie Tripp.

Wir füttern kein reines Barf. Grundfutter bei uns besteht aus getreidefreiem Trockenfutter. Dazu gibt es unterschiedliche „Beigaben“. Darunter fallen Hüttenkäse, Naturjoghurt, Öl (meist Raps- oder Distelöl), Haferflocken, usw.

Manchmal erbetteln sich unsere auch ein Stück Gurke oder anderes Gemüse. Blumenkohl ist bei unserem Rüden sehr beliebt, ebenso Karotten. Rohkost gibt es aber nur in kleinen Portionen, da es schwerer zu verdauen ist.

Schaut Euch zu den Beigaben auch gerne die Liste der Sachen an, die nicht oder nur in geringen Mengen gefüttert werden sollten.

Boomer

Boomer kam im Herbst zu uns – ein wunderschöner aufgeweckter Border Collie Mix Rüde, der sich innerhalb von Minuten pudelwohl bei uns fühlte. Er war aufgedreht und sein größtes Problem waren seine Verlustängste. Zu anderen Menschen und Hunden ist er aufgeschlossen und lebhaft.

Seit ein paar Wochen kann sich Boomer seines Lebens in einer verantwortungsvollen Familie erfreuen, er bleibt ohne Probleme, auch mal ein paar Stunden, alleine, wird aber zumeist überall hin mit genommen.

Smoke freut sich immer wieder wenn er auf der Wiese seinen Hundekumpel trifft und mit ihm eine rasante Runde einlegen kann.

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